„Oh, da habe ich ja Glück, dass ich diese Woche keine größeren Reisen vorhabe“, dachte ich mir am Montagmorgen angesichts des Bahnstreiks. Montagabend fragte mich das große Kind dann, wie es denn mit seiner für Freitagnachmittag geplanten Reise aussehe. Die erste große Reise, ohne Eltern, mit seinem Wasserball-Team. Über Monate geplant und seit Wochen herbeigesehnt. Bis jetzt wissen wir noch immer nicht sicher, ob die Jungs Glück haben und der Nachtzug Richtung Budapest fährt – wenn es klappt, ist das definitiv unser Familien-Glücksmoment der Woche…Was uns sonst diese Woche noch beschäftigt, zum Lächeln, Lachen und Nachdenken gebracht hat? Voilà, hier kommen unsere Glückslinks der Woche.

Mit Tipp Nummer 1 geht es gleich noch mal zurück zum Thema Bahn – wobei der Zug in diesem Falle fährt. Was den jungen Passagier offensichtlich sehr zufrieden macht.

Wenn die Kinder noch ganz, ganz klein sind, denkt man sich als Eltern oft: „Was für ein tolles Alter. Was für ein süßes Kind. Besser kann es gar nicht werden.“ Wird es aber doch. Weil es die spannendste Erfahrung des Lebens ist, ein Kind großwerden zu sehen. Zu erleben, wie es Stück für Stück selbstständig wird. Wie sich seine Welt erweitert. Alu von den grossenkoepfen hat dieses Gefühl zwischen Freude, Stolz und ein bisschen Angst sehr treffend beschrieben.

Kinder machen glücklich. Nicht durchgehend, aber sehr oft. Davon sind wir überzeugt. Wir wissen aber auch, dass die Bedingungen für Familien oft alles andere als optimal sind. Nach wie vor ist es zum Beispiel schwierig, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Und ganz oft bedeutet ein Kind speziell für Frauen, im Job nicht mehr ernst genommen zu werden. Von der Expertin für den Fachbereich XY rutscht man plötzlich in die Rolle der Teilzeit-Tante, die aus Sicht vieler Chefs (und mancher Kollegen) sowieso nichts mehr gebacken kriegt. Zwei Mütter und ein Vater beschreiben, wie sich diese Rolle anfühlt. Fazit: Auf dem Papier mag sich in punkto Familienfreundlichkeit in Unternehmen in den vergangenen Jahren einiges getan haben, in der Praxis ist davon noch nicht wirklich viel angekommen.

Mit dem Baby ins Büro? Das soll in Berlin schon bald ganz easy-peasy möglich sein. Screenshot: Coworking Toddler

Mit dem Baby ins Büro? Das soll in Berlin schon bald ganz easy-peasy möglich sein. Screenshot: Coworking Toddler

Vermutlich muss man die Dinge aber einfach selber in die Hand nehmen, damit sich schneller etwas ändert. So wie die Leute, die hinter dem Projekt Coworking Toddler stecken. „My baby just works with me“ hat sich die Initiative auf die Fahnen geschrieben. Was das bedeutet? Es sollen Coworking Spaces (also Gemeinschaftsbüros für Selbstständige) inklusive Kinderbetreuung entstehen. Gibt es schon in Tokio und New York, hoffentlich demnächst auch bei uns. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um das nötige Startkapital einzusammeln.

Und jetzt: Genug der Worte. Genießt einfach die besonderen kleinen Glücksmomente mit Eurer Familie. Schnappt Euch eine Pusteblume und habt Spaß beziehungsweise ein tolles Wochenende!

Titelfoto: unsplash.com/Coley Christine


Autor_Sandra