Endlich Ferien! Zwar noch nicht für mich, aber für das große Kind. Und mit dem ersten Ferientag kam zum Glück auch der Sommer zurück und mit dem Sommer der Run auf’s Freibad um die Ecke. An sonnigen Tagen kann man da quasi über das Wasser laufen, weil das Schwimmbecken so voll ist – was das Kind höchstens minimal stört, mich dafür umso mehr. Warum ich damit nicht alleine bin, wo man entspannter baden gehen kann und weshalb es sich nicht nur in Wasser entspannt abtauchen lässt, das erfahrt Ihr in unseren Links der Woche. Also, ab auf den Startblock und rein ins nasse Vergnügen!

Der Freibad-Navigator

Ich schwimme gerne. Sehr gerne sogar. Vorausgesetzt, ich kann einigermaßen ungestört meine Bahnen ziehen, muss keine Chlorvergiftung befürchten und nicht den Geruch von Fritten-Fett aushalten. Für die Praxis bedeutet das: Ich bin die, die bei 15 Grad und leichtem bis mittelschwerem Nieselregen ins Freibad geht. Mit dieser Macke bin ich nicht allein, dass sehe ich schon an meinen dann doch gar nicht so wenigen Schlechtwetter-Mitschwimmern. Und auch im Netz gibt es Gleichgesinnte, etwa Anna von Berlinmittemom, die mal ihre zehn Gründe aufgezählt hat, weshalb sie Freibäder hasst.

Wo geht's denn hier zum nächsten Freibad? Die Berlin-Bade-Karte weist den Weg. Foto: visitberlin

Wo geht’s denn hier zum nächsten Freibad? Die Berlin-Bade-Karte weist den Weg. Foto: visitberlin

Dem gibt es wenig hinzuzufügen, außer: Nutzt ja alles nichts, wenn es heiß wird, will der Nachwuchs ins Wasser und das ist zumindest in der Stadt eben meistens ein Freibad. Aber es muss ja nicht immer das Stammfreibad sein, vielleicht ist es ja woanders schöner/leerer/einfach anders? Wer es austesten möchte: Für Berlin und Hamburg gibt es jetzt Bade-Karten, auf denen alle Freibäder und der Weg dorthin mit U- oder S-Bahn eingezeichnet sind. Berliner finden die Badekarte hier, Hamburger bekommen den Freibad-Plan hier. Die Münchner müssen sich ihren Weg ins nächste Freibad zwar selber suchen, dafür gibt es dort aber einen Eisdielenfahrplan.

Wie kommt das Salz ins Meer?

Ein paar Tage noch, dann fahren wir ans Meer. Drei Wochen lang raus aus dem Alltag und ganz entspannt abhängen. Schwimmen gehen. Wassermelone essen. Noch mehr Wassermelone essen. Und jede Menge Fragen beantworten. Speziell das große Kind ist wissenstechnisch quasi ein Fass ohne Boden. Prinzipiell eine tolle Sache, in der Praxis überfordert es mich mittlerweile immer häufiger, weil die Fragen mittlerweile oft ganz schön komplex sind. Neulich zum Beispiel ging es um Süßwasser, Moorwasser, Chlorwasser und am Ende um Salzwasser und die Frage: Wie kommt eigentlich das Salz ins Meer? Ein Hoch auf meinen Kumpel Internet, das wie fast immer blitzartig eine Antwort herbeizauberte. papaganda hat im Italienurlaub mit seinen Kindern eine Chemie-Safari auf den Spuren des Meersalzes unternommen – inklusive Natrium-Chlorgas-Tanz…

Bunt, bunt, bunt ist meine Badewanne…

Solltet Ihr in nächster Zeit weder ins Freibad noch an einen See oder ans Meer kommen: Auch in der Badewanne kann man jede Menge Spaß haben. Zum Beispiel, wenn man zusätzlich zu Quietscheentchen und Co. noch eine ganze Palette an Badewannenfarben hat. Die muss man nicht kaufen, sondern kann man ganz einfach selbermachen – aus Babyshampoo, Speisestärke, Lebensmittelfarbe und mit Hilfe dieser Anleitung für Badewannenfarbe.

Die Ruhe vor dem Pups

Wir bleiben im familiären Nassbereich, sprich Badezimmer und Toilette. Christian vom Blog familienbetrieb hat einen Beitrag zur Blogparade #Väterglück verfasst. Das erste Mal sein Baby in den Armen halten? Einzigartig! Der Sohn gewinnt beim Judo-Turnier? Findet Papa fantastisch. Aber so wirklich rundum glücklich würde Christian etwas ganz anderes machen: Einmal in Ruhe auf Toilette gehen. Schon mit einem Kind ist das schwer, mit zwei Kindern nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Denn irgendwer schreit immer, genau dann, wenn man sich als Elternteil Richtung stilles Örtchen bewegt. Oder steht vor der Klotür und erzählt Anekdoten vom Tag. Oder schiebt Zettel unter der Tür durch. Oder luschert durch das Schlüsselloch. Ihr seht: Auch mir als Mutter ist das Problem nicht fremd …

Einmal Bällebad für alle, bitte!

Drei, zwei, eins und los! Zum Schluss geht es mit Anlauf in das wohl größte Bällebad der Welt. Das steht aktuell im Nationalen Architektur Museum in Washington. Mehr als eine Million (recycelbare) Plastikbälle haben die Macher der Installation namens „Beach“ in die Säulenhalle des Museums gekippt. Die Besucher können am Rand des Plastikstrands in Liegestühlen sitzen und den Ausblick über das gigantische Bällemeer genießen. Vor allem aber können sie abtauchen und sich in der schier unendlichen Bällemenge treiben lassen… In diesem Sinne: Euch allen ein rundum entspanntes Wochenende!

Titelfoto: unsplash.com/Max Goncharov


 

Autor_Sandra