Ich kriege lieber ein Kind als zum Zahnarzt zu gehen. Glauben die Leute immer nicht (und ist auch ein bisschen gemein, weil ich so eine nette, tolle Zahnärztin habe). Ist aber tatsächlich so. Weil so eine Geburt nicht nur etwas absolut großartiges ist, sondern auch unglaublich lustig sein kann und einem ungeahnte Energien schenken kann. Nach der komplett schiefgelaufenen Geburt von Kind Nummer 1 hätte ich das nie gedacht. Aber dann kam Kind Nummer 2, auf die Welt geholt von meiner Hebamme Elena. Demnächst wird Kind Nummer 2 schon sechs Jahre alt – höchste Zeit also, #einfachmalsodanke zu sagen an Elena und all ihre Kolleginnen, die rund um die Uhr so einen fantastischen Job machen.

Den Termin bei Elena habe ich direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest ausgemacht: Elena ist eine der wenigen Beleghebammen hier vor Ort. Das heißt, sie betreut Schwangere nicht nur vor und nach der Geburt, sondern ist auch während der Geburt die ganze Zeit dabei. Und genau das wollte ich nach den blöden Erfahrungen bei Kind Nummer 1: Jemanden, der da bleibt, egal wie lang es dauert und der genau weiß, was wann zu tun ist. Der sieht, ob alles gut läuft oder ob es in die falsche Richtung geht. Der mich anfeuert und wenn nötig bremst.

Genau das hat Elena gemacht – und noch viel mehr. Ganz oft hatte ich den Eindruck, dass sie mich besser kannte als ich mich selbst. Wenn ich am Ende mit meiner Weisheit war, fiel ihr eigentlich immer noch was ein. Mal waren es Akupunktur-Nadeln, damit ich wieder schlafen konnte. Mal war es der eindringliche Hinweis, mich krankschreiben zu lassen, als die Situation in meinem damaligen Job immer schlimmer wurde und ich nur noch ein Nervenbündel war.

Und dann kam der Morgen, an dem Elena mir verkündete: „Heute geht es los“. Ich merkte zu diesem Zeitpunkt absolut nichts davon und dachte mir: „Du spinnst!“. Es war aber tatsächlich so: Kurz nach 20 Uhr mussten wir Elena leider aus ihrem Essen bei Freunden herausklingeln. Es dauerte dann noch bis exakt eine Minute nach Mitternacht, bis Kind Nummer zwei gesund und munter auf die Welt kam. Elena hat mich souverän durch die Geburt geleitet. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass mir und dem Baby mit ihr an unserer Seite nichts passieren kann. Genau das, was ich mir so gewünscht hatte.

Nach ein paar Stunden in der Klinik durften wir am nächsten Morgen schon nach Hause. Auf dem Weg zum Ausgang kam uns Elena entgegen, weil sie um 9 Uhr einen Geburtsvorbereitungskurs hatte. Sie war genauso müde wie wir, aber mindestens genauso euphorisch, weil alles so gut geklappt hatte und es eine so schöne Geburt war.

Diese tolle Erfahrung war nicht nur für mich selbst wichtig. In den Wochen nach der Geburt hatte Elena immer die ganze Familie im Blick, speziell unser großes Kind bekam bei jedem Besuch eine Portion Extra-Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, dass das viel dazu beigetragen hat, dass er so ein liebevoller großer Bruder geworden ist und die beiden Kinder trotz vier Jahren Altersunterschieds bis heute ein Herz und eine Seele sind. Allein das zu sehen, macht mich jeden Tag auf’s neue glücklich.

Liebe Elena, dank Dir ist unsere Familie zu einem echten Team geworden, das sich über viele Höhen freut und einige Tiefen gut gemeistert hat. Dafür #einfachmalsodanke!

Autor_Sandra

 

 

 

 

 

 


 

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